PRAXIS FÜR SCHMERZTHERAPIE Prof. Dr. med. Eli Alon

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Methoden die in der PRAXIS FÜR SCHMERZTHERAPIE angewendet werden

behandlungsweg:

Moderne medikamentöse Therapie

Die Pharmakotherapie hat die weitaus grösste Bedeutung für die Behandlung chronischer Schmerzen. Am meisten werden dabei Nichtopioid-Analgetika, schwache und potente Opioide, Antidepressiva, Neuroleptika und Steroide verwendet. Die verschiedenen Verabreichungsformen werden mit dem Patienten besprochen.

Nervenblockade

Bei Nervenblockaden werden Medikamente in unmittelbarer Nähe des Nerves injiziert. Bei den Medikamenten handelt es sich um Lokalanästhetika, die je nach Bedarf mit Opioiden und/oder Steroiden kombiniert werden können. Facetteninfiltrationen: Blockade schmerzhafter Wirbelsäulengelenke mit Injektionen. Die Infiltration erfolgt mit oder ohne Röntgenbildwandlerkontrolle.

Triggerpunktinfiltration

Myofaziale Schmerzsyndrome werden meist von Triggerpunkten ausgelöst; dabei kann jeder Muskel betroffen sein. Häufig schmerzhafte Muskelgruppen sind die Schulter-Arm-Muskulatur, die Rückenmuskulatur und die Muskulatur im Kopfbereich. Die Therapie erfolgt durch eine Infiltration dieser Punkte mit Lokalanästhetika.

Regionalanästhesiologische Methoden

Als Regionalanästhesie gelten alle Arten von Nervenblockaden, bei denen nicht ein einzelner Nerv, sondern die Nerven einer ganzen Körperregion blockiert werden. Beispiele sind rückenmarksnahe Regionalanästhesien (Spinal- oder Epiduralanästhesie), Blockaden des Plexus brachialis, Interkostalblockaden, N. femoralis-Blockaden und Röntgengebildwandel- oder CT-gesteuerte Wurzelblockaden. Letztere werden im Spital durchgeführt.

Sympathikusblockaden und Ganglionäre lokale Opioidanalgesie

Bei der Sympathikusblockade wird das Medikament (Lokalanästhetikum oder Steroide) in unmittelbarer Nähe von bestimmten Punkten des sympathischen Nervensystems injiziert. Angewendete Methoden sind z.B. die Blockaden des Ganglion cervicale superius, des Ganglion stellatum, und die Röntgengesteuerten lumbalen Grenzstrangblockaden. Letztere werden im Spital durchgeführt. Mittels gleicher Technik wie die Sympathikusblockaden erfolgt auch die Injektion eines niedrig dosierten Opioids.

Intravenöse Regionalanästhesie

An einer Extremität wird eine Blutleere erzeugt und ein Sympathikolythikum wird verabreicht.

Kontinuierliche spinale Analgesie

Es handelt sich dabei um Schmerztherapie durch Injektion von morphinartigen Medikamenten in der Nähe des Rückenmarkes. Die Medikamente werden durch ein Katheter verabreicht. Eine langfristige Spinale (epidurale oder intrathecale) Opioid-Analgesie bei chronischen Schmerzen kann mit unterschiedlichen Techniken erreicht werden. Neben nach aussen abgeleiteten Kathetern finden Pumpen oder Ports Verwendung. Pumpen werden durch einen kleinen chirurgischen Eingriff im Bauch implantiert und befördern dann die Schmerzmittel über den Katheter zum Rückenmark. Diese Eingriffe werden im Operationssaal durchgeführt.

Rückenmarksstimulation

Die im Epiduralraum implantierten Elektroden bewirken bei extrem niedriger Spannung eine Schmerzlinderung durch elektrische Reizung der spinalen Nervenwurzeln. Die Elektroden wie auch die Stimulationsgeräte werden im Operationssaal implantiert.

Transkutane elektrische Nervenstimulation

Die Schmerzlinderung erfolgt hierbei durch elektrische Nervenstimulation über Hautelektroden.

Lasertherapie

Die Therapie mit infraroten Laserstrahlen kommt vor allem bei Muskel-, Gelenk- und Sehnenerkrankungen von entzündlich-degenerativer Natur zum Zuge. Die Laserbehandlung wird direkt getätigt, um an einem entzündeten Gebiet eine Reduktion der Symptome zu erzielen.

Alle Eingriffe werden entweder in unserem Behandlungsraum oder in einem auswärtigen Operationssaal, nach den Regeln der anästhesiologischen Sorgfaltspflicht durchgeführt. Dazu gehören das Anlegen eines venösen Zugangs und die kardiopulmonale Überwachung von Blutdruck, EKG und Pulsoxymetrie mittels der hiefür geeigneten Geräte. Defibrillator und künstliche Beatmung sind im Notfall ebenfalls garantiert.

© 2009-2011, PRAXIS FÜR SCHMERZTHERAPIE
Prof. Dr. med. Eli ALON, Facharzt FMH für Anästhesiologie, Bederstrasse 80, 8002 Zürich, Tel. +41 (0)43 344 99 00, Fax. +41 (0)43 344 99 02, E-mail